Fest in der Hufeisensiedlung: Bewohner bekommen UNESCO-Welterbe-Urkunde überreicht!
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
liebe Helferinnen und Helfer, Partner und Unterstützer,
am Samstag, dem 29. Mai haben wir wieder einmal ein wunderbares Siedlungsfest gefeiert. Bei strahlendem Wetter fanden sich im Hüsung mehrere Hundert Bewohner und Besucher ein. Unter Ihnen auch Vertreter der Politik: Die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer und Landeskonservator Prof. Jörg Haspel überreichten Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und Helga Schönfeldt, der ältesten Bewohnerin, stellvertretend je eine Kopie der UNESCO-Welterbeurkunde für die sechs Berliner Siedlungen der Zwischenkriegsmoderne.
An dieser Stelle von uns ein ganz großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, Künstler sowie beteiligte Sponsoren und Restaurants !!! Und weil es so schön war, hier eine kleine Dokumentation mit
Fotos von Fest und Urkundenübergabe.
Hinweis an Journalisten: Für Fragen zur Veranstaltung, zum Verein und zur Urkundenübergabe wenden Sie sich bitte direkt an den Vorstand; alle Anfragen zu Foto- und Bildmaterial bitte an Ben Buschfeld. Kontaktdaten siehe
Impressum.
Hinweis an die Bewohnerschaft: Auch für die Bewohner und Einzeleigentümer der seit 2000 privatisierten Siedlung können über den Verein weitere Kopien der UNESCO-Urkunde bezogen werden. Anfragen bitte an Wolfgang Colwin, Tel. 8244560. Sollten einzelne, im Rahmen der allgemeinen Fest-Dokumentation gezeigte Personen, keine Veröffentlichung wünschen, bitten wir um kurze Nachricht mit Angabe der Bildnummer.
Fragen und Antworten zur Informationsplattform / Denkmalschutz-Datenbank
Am 22. Februar 2010 wurde in der Aula der Fritz-Karsen-Schule das Projekt einer "Denkmalschutz-Datenbank" erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu der Veranstaltung hatten wir die Bewohnerschaft der Hufeisensiedlung per Hauswurfsendung und mit Plakaten eingeladen. Mit der flächendeckenden in der Siedlung (d.h. in allen sechs Bauabschnitten, Wohnungen und Häusern) erfolgten Verteilung sollte gleichzeitig erreicht werden, dass alle Nachbarinnen und Nachbarn erfuhren, dass eine solches Informationsangebot zur gemeinsamen denkmalschutzverträglichen Erhaltung unseres Wohnumfelds in Arbeit ist. Wir möchten aber auch alle, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, umfassend informieren. Da uns in den letzten Tagen und Wochen zahlreiche Fragen erreicht haben, möchten wir die wichtigsten hier beantworten:
Ich konnte am 22.2. nicht kommen. Kann ich
die Inhalte der Vorträge nachträglich einsehen?
Ja, wir haben die Vorträge der vier Hauptreferenten ins PDF-Format
konvertiert, die Sie hier herunterladen können:
- Vortrag H.-R.
Meissner, FFHBB e.V. (0,3MB)
Informationen zum Projekt- und Förderhintergrund
- Vortrag Ben
Buschfeld, Büro buschfeld.com (0,5MB)
Informationen zu Konzept, Zielsetzung, Aufbau, Design und Benutzung der
Plattform
- Vortrag Winfried
Brenne, Büro Brenne Architekten (2,4MB)
Informationen zu den Inhalten im Bereich Gebäude, erste Anmutungen zur
Art der Abbildungen
- Vortrag Katrin
Lesser, Freie Landschaftsarchitektin (0,7MB)
Informationen zu den Inhalten im Bereich Gärten, erste Anmutungen zur
Art der Abbildungen
2. Was ist eigentlich der Grundgedanke, der hinter der "Informationsplattform / Denkmalschutz-Datenbank" steht?
Die Idee ist ganz einfach: Alle Siedlungsbewohnerinnen und -bewohner sollen schnell und unbürokratisch Fragen zum Denkmalschutz mit Hilfe der Datenbank individuell, einfach, zeitgemäß und ohne unnötige Verwaltungshürden klären können. Das Ganze soll über eine zentrale Website geschehen. Hier wird alles Wissenswerte rund um die Erhaltung der Siedlung gezielt für die Bewohner aufbereitet und kann nach Themen sortiert abgerufen werden. Auslöser für diese Idee war die Erfahrung, dass die Broschüren, die Käuferinnen und Käufer von der Deutsche Wohnen AG erhalten, viele praktische Fragen offen lassen. Zwar liegt das bereits 1984 erstellte, sehr detaillierte Gutachten des Architekturbüros Brenne (1984) sowie das Gutachten Lesser (zu Gärten und Freiflächen aus dem Jahre 2003) bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirksamts Neukölln vor. Auskünfte und notwendige Genehmigungsverfahren brauchen aber ihre Zeit, da die Behörde mit ihrer personellen Ausstattung der wachsenden Zahl von Anfragen durch Einzelhausbesitzer und dem bisherigen Vermittlungsmodell kaum nachkommen kann.
3. Was darf ich mir unter einer "Datenbank" eigentlich vorstellen?
Der Begriff "Datenbank", der für das Projekt häufig verkürzend verwendet wird, ist bei einigen Bewohnerinnen und Bewohner erklärungsbedürftig oder sogar negativ belegt. Wir bevorzugen hier die offizielle Projekt-Bezeichnung "Informationsplattform". Zum Einen, weil dieser Begriff den Servicegedanken des Projekts viel besser beschreibt. Zum Zweiten, da eine "Datenbank" lediglich das technische Instrument meint, mit dem ein solches Informationsangebot für die Hufeisensiedlung erst möglich wird, indem Daten in einer inhaltlich logisch gegliederten Struktur gespeichert werden. Fast alle komplexeren Internetseiten bedienen sich dieser Technologie und wären ohne diese auch weder pflegbar noch funktionsfähig.
Im Weiteren sprechen wir deshalb von "Informationsplattform".
4. Wie wird die Informationsplattform finanziert und welche Rolle spielt der FFHBB e.V.?
Die Informationsplattform wird im Rahmen des
Investitionsprogramms "Nationale UNESCO-Welterbestätten" gefördert.
Antragsteller war die der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgeordnete Denkmalfachbehörde, das
Landesdenkmalamt Berlin. Die Idee, die Informationsbeschaffung rund um den Informationsplattform in der Hufeisensiedlung für die Bewohnerinnen und Bewohner möglichst einfach zu gestalten, stammt aus den Reihen des Vereins. Das Konzept auf dessen Basis Fördergelder bewilligt wurden stammt von Ben Buschfeld vom Büro
buschfeld.com - graphic and interface design. Das Projekt selbst wird durch eine so genannte Projektträgergemeinschaft ausgeführt, der der Verein angehört. Der Verein übernimmt hier eine Koordinierungsfunktion für die drei anderen beteiligten und eigenverantwortlich arbeitenden Fachleute/Büros und er fungiert als Ansprechpartner der Projektträgergemeinschaft gegenüber dem Landesdenkmalamt als Zuwendungsgeber.
Der Verein kann und wird bei Bedarf (z.B. in den oben genannten Steuerungsrunden) seinen Einfluss im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung geltend machen. Der FFHBB e.V. hat die Aufgabe, neben der Projektkoordination weitere Informationsveranstaltungen für die Bewohnerschaft der Siedlung zu organisieren.
5. Wer ist Auftraggeber der Informationsplattform?
Einen Auftraggeber im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die Informationsplattform wird über Fördermittel im Rahmen einer so genannten
Zuwendung finanziert.
6. Sind Behörden an dem Projekt beteiligt?
Ja. Das Landesdenkmalamt Berlin hat gegenüber dem Bund den Fördermittelantrag gestellt, ist ein wichtiger Ansprechpartner und reicht die Fördermittel als Zuwendungen an die Projektträgergemeinschaft weiter. Diese Projektträgergemeinschaft besteht aus
• dem Büro
Winfried Brenne-Architekten (Gutachten zu den Bauten),
• dem Büro
Landschaftsarchitektin Katrin Lesser (Gutachten zu Gärten und Grünanlagen),
• dem Büro
buschfeld.com - graphic and interface design (Konzept, Design und Programmierung)
• und und - also dem
FFHBB e.V. (Teil-Betrieb und Vermittlungsmaßnahmen).
In so genannten Steuerungsrunden beim Landesdenkmalamt Berlin wurden und werden das Konzept und der Inhalt der Informationsplattform mit allen Beteiligten abgestimmt. An diesen Runden nehmen neben der Projektträgergemeinschaft und dem Landesdenkmalamt auch Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde, der Deutschen Wohnen und des Grünflächenamtes des Bezirksamtes Neukölln sowie einzelner Fachabteilungen teil. Hintergrund dieser Zusammen- und Abstimmungsarbeit ist die Erkenntnis, dass sich ein so großes und unter einer Vielzahl von Eigentümern und Zuständigkeiten "aufgeteiltes" Areal nur durch gemeinschaftliches Denken und Handeln sowie durch Einsatz neuartiger Informations- und Vermittlungsansätze langfristig lebenswert und im modernen, bürgernahen Sinne denkmalgerecht erhalten lässt.
7. Werden die Informationen individuell für jedes einzelne Haus/Wohnung erstellt?
Überall dort, wo schon zur Bauzeit Gebäude durch die Architekten individuell gestaltet waren, ja. Da die Hufeisensiedlung jedoch zur Kategorie einer "Typen-Bausiedlung" gehört, sind die meisten Details der Architektur aber vielen Häusern gleichen Typs gemeinsam und werden nicht individuell erfasst. Eine solche Vorgehensweise ist möglich, da Taut nur eine beschränkte Zahl von unterschiedlichen Haustypen und Varianten entworfen hat. Um seinerzeit Kosten zu sparen, sind beispielsweise die Haustüren eines Straßenzuges oft durchgehend identisch. Wenn also im Datenbankteil der Informationsplattform z.B. in der Max-Mustermann-Straße nach der "richtigen" Haustür gesucht wird, trifft dies auch auf große Zahl weiterer Häuser zu. Im Fokus steht dabei immer die historische ("bauzeitliche") Türe, nicht die aktuell eingebaute. Dies deshalb, weil die Informationsplattform nicht der "Überwachung" dient, sondern für alle Beteiligten mehr orientierenden Charakter hat.
Um den Bewohnern die Recherche zu erleichtern, sollen die Ergebnisse einer Suchanfrage jedoch hausnummergenau ausgegeben werden, da nur so ein umständlicher Auswahlprozess entfallen kann und alle Bewohnerinnen und Bewohner für sie verwertbare Informationen bekommen. Gleichzeitig ist es darüber hinaus auch Anspruch der Informationsplattform, einige, für das "Gesicht der Siedlung" wichtige Variationen, wie etwa die abschnittsweise wechselnden Fassadenfarben zu dokumentieren.
8. Was wird denn eigentlich an Material gezeigt?
Im Zuge des Datenschutzes wichtig ist, dass der Datenbankteil der Informationsplattform nur Technische Zeichnungen, fachliche Angaben (wie z.B. Farbwerte, typische Pflanzen oder bauzeitliche Grundrisse) plus einige historische Fotos enthalten wird. Fotos einzelner Häuser aus heutiger Zeit werden nicht veröffentlicht. Die Informationsplattform soll Auskunft geben, was im Sinne einer modernen denkmalgerechten Erhaltung wünschenswert und behördlich genehmigungsfähig ist. Sie soll keine Vorschriften machen oder aktuelle Abweichungen vom Denkmalschutz dokumentieren. Maßgabe ist immer den bauzeitlichen Zustand plus dasjenige, was an Modernisierungsmaßnahmen (z.B. zur Energiedämmung) im Denkmal behördlich genehmigungsfähig ist, darzustellen. Der "Ist-Zustand" wird nicht im Internet veröffentlicht.
9. Welche Inhalte wird es noch auf der Informationsplattform geben?
Neben den amtlichen Informationen zum Denkmalschutz wird es voraussichtlich drei weitere Bereiche geben:
- Eine Rubrik "Geschichte" wird über die Historie, Idee, Architekten und Bedeutung der Siedlung berichten und ein spannendes Nachschlagewerk für alle interessierten Bewohner und Besucher werden.
- Eine Rubrik "Nachbars Rat" dient dem Austausch von Erfahrungen der Bewohnerschaft untereinander. (Das könnten beispielsweise ein Tips zur Gartenanlage, ein "schwarzes Brett" mit Such- und Angebotsanzeigen, die Möglichkeit zu kostensparenden Sammelanfragen, ein Diskussionsforum oder Empfehlungen für Handwerksbetriebe sein.)
- In der Rubrik "Verein" finden Sie zukünftig alles Wissenwerte zum Verein, können also z.B. Informationen zu Veranstaltungen oder Führungsangeboten abrufen. (Anm.: Alle Rubrikbezeichnungen sind Arbeitstitel).
10. Wer wird die Informationsplattform später betreiben?
Geplant ist, dass der FFHBB e.V. und die Experten die Website gemeinsam pflegen. Hierbei werden zwei Bereiche unterschieden: Alle direkt dem Denkmalschutz gewidmeten, quasi "amtlichen" Bestandteile der Informationsplattform werden voraussichtlich aus Landesmitteln finanziert und von den Experten, also den Gutachtern der Büros Brenne und Lesser, in Abstimmung mit den Behörden kontrolliert und ggf. um neue Erkenntnisse oder Musterlösungen ergänzt.
Die anderen Bereiche – also die Rubriken "Geschichte", "Nachbars Rat" und "Verein" – sollen vom FFHBB betrieben werden. Dieser Bereich soll sich entwickeln, wachsen und regelmäßig den Bedürfnissen der Bewohnerschaft angepasst werden.
11. Ersetzt die Nutzung der Informationsplattform die Genehmigung durch die Untere Denkmalschutzbehörde?
Klares Nein. Für jedes Bauvorhaben und jede Veränderung der Substanz ist weiterhin die Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde im Bezirksamt Neukölln einzuholen. An der seit 1986 bestehenden und rechtsverbindlichen Praxis, dass alle Renovierungs-, Bau- und Umbaumaßnahmen der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde angezeigt und durch diese genehmigt werden müssen, ändert sich also nichts. Die Entscheidung was "erlaubt" oder "nicht erlaubt" ist, liegt unverändert bei der Behörde. Auch kommt es nicht zu einer rückwirkenden Neueinschätzung genehmigter Umbauten. Denkmalschutz bleibt also Denkmalschutz, er wird lediglich einfacher.
12. Wofür wird dann aber die Informationsplattform benötigt?
Der Datenbankteil der Informationsplattform soll Hilfestellung sein und die Informationsbeschaffung sowohl für Eigentümer als auch für die Behörden vereinfachen, die über denkmalrelevante Maßnahmen entscheiden. Damit werden die Verfahren vereinfacht und transparenter, da sich Antragstellerinnen und Antragsteller schon vor Beantragung ein Bild davon machen können, was voraussichtlich genehmigungsfähig ist. Außerdem erleichtert es den Nutzern, Bewohnern wie auch Handwerkern, Arbeiten sach- und fachgerecht durchzuführen. Für Musterlösungen (energetische Sanierung, Herstellung eines Gartentores etc.) sollen Bauzeichnungen/Pläne zum Herunterladen angeboten werden. Anhand dieser Pläne können auch Angebote mit exakt gleicher Grundlage von Handwerkern eingeholt werden, was einen wirklichen Preisvergleich ermöglicht. Außerdem können viele Planungsschritte vermieden werden, da Zeichnungen, Abmessungen etc. bereits vorliegen. Die Informationsplattform wird damit insgesamt dafür sorgen, dass Bauanträge einfacher und einheitlicher als in der Vergangenheit gestellt, genehmigt und ausgeführt werden können. Davon profitieren vor allem die privaten Eigentümer unter den Bewohnerinnen und Bewohner. Sie erhalten Planungssicherheit. Baumaßnahmen können leichter geplant, schneller abgewickelt und einfacher steuerlich abgesetzt werden.
Für alle Mieter bleibt die Deutsche Wohnen der Ansprechpartner. Sie haben über die Informationsplattform jedoch einen besseren Überblick, wie ihre Wohnungen oder Häuser bauzeitlich ausgesehen haben und denkmalfachlich zu erhalten sind.
13. Das Schreiben von Brenne-Architekten vom 9. März 2010, das der FFHBB mitgezeichnet hat, enthielt keine Kontaktdaten. War das Absicht?
Nein, auf gar keinen Fall. Wir legen allergrößten Wert darauf, umfassend und transparent zu informieren. Dazu gehörte für den Verein auch, anzukündigen, dass durch Brenne-Architekten Häuser fotografiert werden. Die ganz besonders aus Sicht des FFHBB unverzichtbaren Kontaktdaten sind einfach vergessen worden. Wir bedauern dies als Beteiligte sehr und möchten uns dafür entschuldigen, dass es dadurch schwierig war, mit den Verantwortlichen in Kontakt zu treten. Mails mit Fragen und Kritik, die an die Mailadresse des Vereinsvorstandes gerichtet wurden, haben wir gern an das Büro Brenne-Architekten weitergeleitet.
14. Wozu werden die Fotos eigentlich gemacht?
Das Büro Brenne-Architekten beginnt gerade mit der Aktualisierung des Fachgutachtens zur Hufeisensiedlung, das 1984 vorgelegt wurde und an einigen Stellen Aktualisierungsbedarf hat und um Modelllösungen ergänzt wird. Fotos von Häuserfassaden und Detailaufnahmen davon sind hierbei lediglich eine von mehreren internen Arbeitsgrundlagen. Die Fotos werden dazu dienen, mit dem Computer schematische Zeichnungen von Fassaden und architektonischen Details anzufertigen, die den ursprünglichen Zustand des Hauses zeichnerisch wiedergeben.
15. Werden die Fotos im Datenbankteil der Informationsplattform veröffentlicht und im Internet gezeigt?
Nein, auf gar keinen Fall. Das war zu keinem Zeitpunkt geplant und wäre auch nicht mit den Zielen der Informationsplattform zu vereinbaren. Auf der Website werden zur Dokumentation und Demonstration eines vorbildlichen Denkmalschutzes ausschließlich schematische Zeichnungen gezeigt. Wenn Fotos erscheinen, werden dies ausschließlich Aufnahmen aus der Bau- oder Frühzeit der Siedlung sein. Sollten in Ausnahmefällen auf der Website auch aktuelle Fotoaufnahmen Verwendung finden, so sind dies ausschließlich solche, wo kein sichtbarer Bezug zu den Bewohner oder deren Eigentum hergestellt werden kann. Dies wären z.B. Eindrücke aus der Siedlung (z.B. gesamter Straßenzug, Aufnahmen vom Siedlungsfest oder ähnliches). Eine Einbindung der Brenne-Fotos ist nicht vorgesehen. Auch werden keine Aufnahmen von Internet-Angeboten wie etwa Googles StreetView, Google- oder BING-Maps eingebunden.
16. Wer nutzt die gespeicherten Daten und wofür?
Die Informationsplattform ist in erster Linie für die Bewohnerinnen und Bewohner der Hufeisensiedlung geplant und bestimmt. Auf sie und ihre Belange wird die Informationsplattform zugeschnitten. Aber auch Denkmalschutzbehörden, wie z.B. das Landesdenkmalamt Berlin und die Untere Denkmalschutzbehörde im Bezirksamt Neukölln, werden die Informationsplattform nutzen. Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass Wissenschaftler oder allgemein Denkmalschutz- und Architekturinteressierte die Inhalte der Informationsplattform einsehen und sich über Historie und Besonderheiten der Siedlung informieren können.
17. Stehen auch Daten der Bewohner in der Informationsplattform?
Nein. Daten zu Personen, wie z.B. Fotos, Namen oder Kontaktdaten der Bewohnerinnen und Bewohner, werden im Datenbankteil der Informationsplattform nicht veröffentlicht. Das Gleiche gilt für jede Form der Dokumentation individueller Besitzverhältnisse oder Pflegezustände einzelner Häuser oder Wohnungen.
Sollte für bestimmte Bereiche der Rubriken "Nachbars Rat" oder "Verein" eine Benutzerregistrierung erforderlich sein (z.B. für das Abonnement eines Newletters), so erfolgt dies wenn, auf freiwilliger Basis der Benutzer und wird von Seiten der Betreiber nicht mit anderen Inhalten der Informationsplattform verknüpft oder anderweitig verwendet oder weitergegeben.
18. Gibt es andere Beispiele für eine solche Informationsplattform?
In der Form, wie die Informationsplattform derzeit geplant ist, gibt es noch nichts Vergleichbares. Es ist ein völlig neues Projekt und auch ein völlig neuer, bewohnerfreundlicher und serviceorientierter Ansatz im Denkmalschutz. Für die ebenfalls vom Architekten Bruno Taut erbaute "Waldsiedlung-Zehlendorf Onkel-Tom" Gutachten als PDF-Dokument verfasst worden, welches sich über die
Internetseite des Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf herunterladen lässt.
In der Art der Bild- und Materialverwendung ist dieser Auszug durchaus vergleichbar. Allerdings wird die Menge der angebotenen Informationen viel umfassender und der Benutzerkomfort bei der Informationsplattform deutlich höher sein.
19. Das mag ja alles stimmen, ich möchte aber trotzdem nicht, dass durch das Büro Brenne-Architekten jemand in meinen Garten/Vorgarten geht. Was muss ich tun?
Eigentlich nichts. Die Mitarbeiter des Büros Brenne-Architekten werden notwendige Bestandsaufnahmen nach geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen durchführen. Sollte ein Betreten des Grundstücks durch Mitarbeiter des Büros notwendig sein, wird zuvor Ihre Zustimmung dazu eingeholt.
20. Nimmt der Verein an den Begehungen, Bestandsaufnahmen und den fotografischen Aufnahmen für den Zweck der Informationsplattform teil?
Nein. Begehungen, Bestandsaufnahmen oder Fotografien werden ausschließlich vom Architekturbüro Brenne gemacht.
21. Wie sieht es eigentlich mit dem Datenschutz aus?
Es ist selbstverständlich, dass wir dem Datenschutz eine sehr hohe Bedeutung beimessen. Nach Klärung der Anforderungen für den Datenbankteil der Informationsplattform, suchen wir jetzt das Gespräch mit den Landesbeauftragten für den Datenschutz um alle Details zu erörtern. Da die Informationsplattform aber weder persönliche Daten, noch Fotos, auf denen natürliche Personen zu sehen sind, noch Fotos von Häusern enthält, erwarten wir keine Bedenken seitens des Datenschutzbeauftragten. Wir befinden uns derzeit in einem Klärungsprozess mit der Behörde des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, um wesentliche Fragen beantwortet zu bekommen.
22. Gibt es in der Bewohnerschaft Unterstützung für das Projekt der Informationsplattform?
Ja. Von Anfang an haben der Verein und zwei der Projektpartner das Projekt begleitet, voran getrieben und etwa interessierten Besuchern im Rahmen unserer besuchsoffenen regelmäßigen Montagstreffen über den Stand der Entwicklung, einzelne Ziele und Maßnahmen berichtet. Hierbei haben wir immer wieder zahlreiche positive Rückmeldungen zu dem Projekt aus der Bewohnerschaft erhalten. Im Zuge der Konzeptentwicklung hat Büro buschfeld.com dann mit Bewohnern der Siedlung zwei Fokusgruppen-Treffen durchgeführt, zu denen u.a. per Newsletter aufgerufen wurde und wo einzelne geplante Funktionen vorgestellt und diskutiert wurden. Das Feedback der Beteiligten war insgesamt sehr positiv. Auch nach und während der offiziellen Vorstellung des Projekts am 22.4.2010 (s. Einleitung und Einladung per Newsletter, Postwurfsendung bzw. über die Vereins-Website) kamen viele positive Rückmeldungen. Zum Beispiel wurden auch dem Büro Brenne-Architekten angeboten, mehrere Häuser, in denen noch relativ viel Originales erhalten ist, auch von innen zu dokumentieren.
23. Wird die Bewohnerschaft von der Informationsplattform direkt profitieren?
Ein klares Ja. Zum Beispiel weil alle Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse einfacher werden und alle Eigentümer Planungssicherheit, Arbeitshilfen und Expertenwissen für evtl. Renovierungs- und Baumaßnahmen bekommen. Darüber hinaus hat die Projektgemeinschaft es gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt geschafft, dass auch Expertenwissen zur denkmalverträglichen energetischen Sanierung erarbeitet und im Rahmen der Denkmaldatenbank vermittelt werden.
24. Wie geht es weiter?
Im laufenden Prozess der Erstellung der Informationsplattform wird es weitere Informationsveranstaltungen geben, zu denen wieder alle Bewohnerinnen und Bewohner der Hufeisensiedlung eingeladen werden.
25. An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Für Rückfragen zur Informationsplattform steht Ihnen vom Vorstand des FFHBB Herr Dr. Heinz-Rudolf Meißner unter der Rufnummer 030-20916168 immer montags von 18-20 Uhr zur Verfügung.
26. Will der Verein einen "strengen" Denkmalschutz?
Nein. Wir setzen uns dafür ein, dass der Denkmalschutz die Anforderungen modernen Wohnens berücksichtigt, denkmalfachliche Alternativen eingeholt und geeignete Lösungen für spezielle Anforderungen der Bewohnerschaft gefunden werden. Dies gilt für die energetische Sanierung der Bauten genauso wie für die Gestaltung der Gärten. Wir wollen nicht in einem Museum leben, sondern als engagierte Bürger unseren Beitrag für ein lebendiges, lebenswertes möglichst buntes und breites Miteinander in einer denkmalgeschützten Siedlung leisten. Nur ein Denkmalschutz, der veränderte Lebensgewohnheiten und bautechnische Fortschritte berücksichtigt, sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen.
Es ist daher für uns ein großer Erfolg, dass Hinweise zur energetischen Sanierung in die Informationsplattform erarbeitet und eingefügt werden können. Gleichzeitig sind wir jedoch der Meinung, dass der Denkmalschutz den – kulturellen, optischen und materiellen – Wert der Siedlung (und somit jedes einzelnen Hauses) bewahrt und sichert. Nicht umsonst ist die Hufeisensiedlung seit 2008 Teil des Weltkulturerbes geworden und gilt weltweit als wegweisendes Muster eines modernen und lebenswerten Siedlungsbaus.
27. Sieht sich der Verein als Sprecher aller Bewohner?
Klares Nein. Das haben wir weder in der Vergangenheit getan, noch planen wir dies zukünftig zu tun. Wir streben danach, für alle Bewohnerinnen und Bewohner etwas zu tun und möchten natürlich so viele Unterstützer wie möglich für unsere Arbeit gewinnen. Deshalb organisieren wir Feste, Kulturveranstaltungen und setzen uns auch dafür ein, dass den Behörden klar wird, dass Denkmalschutz nur funktioniert, wenn er mit viel Fingerspitzengefühl angewandt wird. Eine einseitige Fixierung auf einzelne Bewohnergruppen erfolgt nicht. Jeder ist herzlich willkommen.
28. Gut, dass der FFHBB über die Informationsplattform informiert. Ich habe aber gehört, dass es noch weitere Projekte gibt, die laufen. Können Sie dazu etwas sagen?
Ja, es stimmt, insgesamt gibt es noch sechs weitere Projekte, die aus dem Welterbestättenprogramm gefördert werden. Die nachfolgende Auflistung ist ein Auszug aus der kleinen Anfrage 16/13599 an das Berliner Abgeordnetenhaus, in der die Höhe der Fördermittel ausgewiesen wird:
- Instandsetzung und Modernisierung von Fenstern und Türen (1 Mio Euro., Fördernehmer: Deutsche Wohnen AG)
- historische Wiederherstellung und Erneuerung der Gebäude [Fassadensanierung incl. Balkon- und Verglasungsrückbau, Hauseingänge und Kellertreppen, Dächer, Sonnenschutz, Geländer und Gitter, Treppenhäuser] (1,27 Mio. Euro, Fördernehmer: Deutsche Wohnen AG)
- Denkmalgerechte Dämmung der Dächer und Kellerdecken (0,467 Mio. Euro, Fördernehmer: Deutsche Wohnen AG)
- Infohaus zur Ergänzung für Welterbe Erschließungs- und Leitsystem, 1.) im Musterhaus Hufeisen: Herrichten eines Reihenendhauses in originaler Ausstattung 2) Musterwohnung (84 Tsd. Euro, Fördernehmer: Deutsche Wohnen AG)
- historische Neugestaltung Vorgärten und Mietergärten (117 Tsd. Euro, Fördernehmer: Deutsche Wohnen AG)
- Gartendenkmalpflegerische Umgestaltung Grün- und Freiflächen Hufeisen (3,412 Mio. Euro, Fördernehmer: Land Berlin)
Quelle: Kleine Anfrage 16-13599 Abgeordnetenhaus Berlin
29. Was hat der Verein mit Maßnahmen zur Erneuerung der öffentlichen Grünanlagen zu tun?
Nichts.
30. Was sind die Ziele des Vereins?
Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte unserer
Satzung und dem allgemeinen
Vereinsflyer, welchen Sie hier auf unserer Website herunterladen können.
31. Was hat der Verein mit der Deutsche Wohnen AG zu tun?
Der Verein ist kein Grundbesitzerverein, kein einseitiger Vertreter von Eigentümerinnen und Eigentümern und verfolgt keinerlei wirtschaftliche Interessen. Die Zielrichtung der Deutsche Wohnen AG ist eine völlig andere.
Auch ist der Verein kein Ansprechpartner oder Mittler für mietrechtliche Fragen. Es bestehen zwischen dem Verein und der Deutsche Wohnen AG weder vertragliche Bindungen noch Dritte betreffende Abmachungen.
Dem Verein ist jedoch bewusst, dass die Deutsche Wohnen AG als Rechtsnachfolgerin der GEHAG neben Landesdenkmalamt und Unterer Denkmalschutzbehörde eine wichtige Ansprechpartnerin ist. Der Verein ist daher an einer guten und zielorientierten Kommunikation mit der Deutsche Wohnen AG interessiert.
An wen kann ich mich bei weiteren Fragen
wenden?
Für Rückfragen zum Projekt Informationsplattform steht Ihnen vom Vorstand des
FFHBB Herr Dr. Heinz-Rudolf Meißner unter der Rufnummer 030-20916168 immer Montags
von 18-20 Uhr zur Verfügung.
Dr. Christoff Jenschke (Vorsitzender)
Wolfgang Colwin (Stellv. Vorsitzender)
Ben Buschfeld (Büro buschfeld.com)
Einladung - Montag, der 22.2., um 19:00 Uhr:
Infoabend "Internetgestützte Informationsplattform"
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
aktuell möchten wir Sie zu einer besonders wichtigen Veranstaltung
einladen: Sie findet statt am
Montag, dem 22. Februar um 19 Uhr in der Aula der
Fritz-Karsen-Schule, Onkel-Bräsig-Str. 76/78.
Wir als Bewohnerinnen und Bewohner kennen das Problem: Seit 1986 steht
unsere Siedlung unter Denkmalschutz, seit 2008 ist sie UNESCO-Welterbe.
Gleichzeitig werden seit 2000 die Reihenhäuser verkauft. Sowohl private
als auch öffentliche Baumaßnahmen nehmen sichtbar zu. Das wirft aus
Sicht der Bewohnerschaft – Mietern wie Eigentümern – viele Fragen auf:
Was bedeutet das für den Denkmalschutz? Wie kann der Charme und die
Substanz der von uns so geschätzten Siedlung erhalten werden? Was darf,
kann oder soll der einzelne Bauherr konkret machen? Welche
Informationen gibt es zum Denkmalschutz und wie kommen wir als
Betroffene an sie heran?
Die Bundesregierung hat für alle deutschen UNESCO-Welterbestätten ein
Investitionsprogramm aufgelegt, von dem auch die Hufeisensiedlung
profitiert. Das Berliner Landesdenkmalamt, der Verein und die
beteiligten Experten wollen Ihnen ein gemeinsam beantragtes,
wegweisendes und bundesweit einzigartiges Projekt vorstellen, welches
nun umgesetzt werden soll: die "Internetgestützte
Informationsplattform". Im Anschluss an die Veranstaltung ist eine
Diskussion vorgesehen.
Es informieren:
Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator, Grußwort)
Thomas Blesing (Baustadtrat Neukölln, Grußwort)
Dr. Heinz-Rudolf Meißner (FFHBB e.V.)
Ben Buschfeld (buschfeld.com - web und interface design)
Winfried Brenne (Winfried Brenne Architekten)
Katrin Lesser (Freie Garten- und Landschaftsarchitektin)
Dr. Christoff Jenschke (FFHBB e.V., Moderation)
Material für Journalisten:
Link zum
Pressetext als PDF (4000 Zeichen)
Link nur zu den
Pressefotos als ZIP-Archiv (3,7 MB)
Link zum
kompletten Pressematerial inkl. Fotos/Infos/Text als ZIP-Archiv (4,7 MB)
Veranstaltungsort bei GoogleMaps
Kurze Info zur Projektgeschichte
Aktionen des ersten beiden Jahre nach Vereinsgründung in der
Übersicht
Initiiert durch den Verein und getragen von dem Engagement einzelner
Mitglieder wurden seit Gründung folgende Aktionen und Initiativen
gestartet bzw. realisiert:
- Entwicklung einer Satzung [download]
- Anmeldung/Eintragung als gemeinnütziger Verein [impressum]
- Gestaltung von Logo und Erscheinungsbild [impressum·link]
- Gestaltung und Druck eines Info-Faltblatts [download]
- Organisation/Veranstaltung von Siedlungsfesten I + II [info·fotos]
- Organisation/Veranstaltung von Vortragsabenden I - V [info]
- Planung/Vorbereitung/Beantragung einer Informationsplatform
[info]
- Planung/Vorbereitung/Beantragung eines Museums/Infohauses [info]
- Führungen zum Tag des Offenen Denkmals [info]
- Initiative/Fraktionsübergreifender Antrag in der BVV [info]
- Initiative/Offene Briefe an Senat und BSR [info]
- Initiative/Umsetzung denkmalgerechter Fassadenbeschriftung [info]
- Initiative/Teil-Finanzierung Instandsetzung der Bank im Hüsung [info]
- Initiative/Umbennenungsaktion U-Bhf "Hufeisensiedlung" [info·links]
- Initiative/Hinweis Korrektur der Nummerierungsverordnung [info]
- Anlegen eines Pressespiegels zur UNESCO-Entscheidung [link]
- Gestaltung von Merchandisingartikeln (T-Shirts/Postkarten...) [impressum]
- Anlegen/Aufbau eines Dokumentenarchivs
- Neubepflanzung/Pflege Gedenkstein Erich Mühsam
- Reinigung/Pflege Gedenkstein Bruno Taut
- Allgemeine Pressearbeit und Kontaktpflege
- Allgemeine Verwaltungstätigkeiten
- Beantragung von Bundes-Fördermitteln
(Programme "ExWoSt" und "Nationale Welterebestätten")
Der Großteil oben genannter Aktivitäten ruht bislang auf wenigen
Schultern. Wir würden uns freuen, wenn sich weitere aktive
Unterstützer/innen finden, und die zukünftige Vereinsarbeit stärker
über Arbeitsgruppen getragen wird. Für alle, die mitmachen wollen:
Bitte kommt/kommen Sie einfach zu einer unserer
regelmäßigen
Informationstreffen.
Zur Bedeutung der Siedlung und zur aktuellen Situation - oder:
Warum ein Verein?
Die von den Architekten Bruno Taut, Stadtbaurat Martin Wagner sowie den
Gartenarchitekten Leberecht Migge und Ottokar Wagler gestaltete,
zwischen 1926 und 1929 erbaute Hufeisensiedlung gilt international als
Schlüsselwerk modernen städtischen Siedlungsbaus. Sie steht seit 1986
als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Am 7. Juli 2008 wurde sie
(gemeinsam mit der Gartenstadt Falkenberg, der Wohnsiedlung
Carl-Legien, der Weissen Stadt, der Siedlung am Schillerpark und der
Siemensstadt) in die prestigeträchtige UNESCO-Welterbeliste
aufgenommen. Im Vergleich zu anderen Siedlungen der so genannten
Zwischenkriegsmoderne zeichnet sich die Hufeisensiedlung durch ihren
insgesamt guten Erhaltungsgrad von Häusern, Garten- und Grünanlagen
sowie - trotz Ihrer Größe - eine traditionell gute Nachbarschaft aus.
Doch noch etwas in unserer Siedlung ist besonders: Der seit 1999 durch
die GEHAG, heute Deutsche Wohnen AG, vorangetriebene Verkauf einzelner
Häuser bringt eine Zersplitterung der Eigentumsverhältnisse mit sich:
Unser Ziel ist es, dass unser Wohnort - mit neu entstehenden
Nachbarschaften und einer wachsenden Zahl privater Bauherren und
Eigentümer - auch in Zukunft lebenswert und denkmalgerecht erhalten
bleibt. Hierzu sind verschiedene Aktivitäten geplant, für die wir uns
als für alle offener Verein unter Schirmherrschaft von Edzard Reuter
zusammen gefunden haben ...
Erster Vereinszweck: Sensibilisierung für den Denkmalschutz
Das Hauptanliegen des Vereins ist es, das Bewusstsein zur Bedeutung und
dem besonderen kulturellen Wert unserer Siedlung zu stärken und zu
fördern. Hier setzen wir auf Information, Sensibilisierung und
Vermittlung. Wichtig ist, dass wir in Kooperation mit den Experten und
Behörden geeignete Lösungen finden, bevor es zu Umbaumaßnahmen oder
amtlichen Rückbauverfügungen kommt. Neben Vorträgen, Austausch und
Gesprächen hat der Verein zwei Projekte lanciert, um unter Einsatz
professionellem Knowhows, kompetenter Partner und öffentlicher
Fördermittel den denkmalgerechten Erhalt unserer Siedlung langfristig,
konkret und anschaulich zu sichern:
Projekt Nr. 1 ist eine
Internetbasierte Informationsplatform.
Diese frei zugängliche, klar strukturierte Datenbank soll Ende 2010 die
hier zu sehende provisorische Website ersetzen und mit anschaulich
aufbereiteten Informationen sowie konkreten Bau- und Planungsdetails
via Internet aufwarten. So wollen wir für alle potenziellen Bauherren,
Planer, Bewohnerinnen und Bewohner fundierte Informationen bereit
stellen und die mit den veränderten Eigentumsverhältnisssen sowie der
Vielzahl der Anfragen und Antragsverfahren personell überforderte
Verwaltung entlasten.
Für dieses ehrgeizige Ziel wurden auf Grundlage des von Ben Buschfeld
bereits im September 2008 entwickelten Konzepts gemeinsam mit dem
Landesdenkmalamt in verschiedenen Etappen Fördermittel beim Bund
beantragt. Nach der kurz nach unserer Einreichung erfolgten Einstellung
des Programms "ExWoSt", war unser Projekt dann Herbst 2009 im Rahmen
des Förderprogramms "Nationale Welterbestätten" des "Bundesministeriums
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung" erfolgreich. Eine detaillierte
Übersicht zu dem Programm finden Sie unter
www.welterbeprogramm.de
Dank dieser Förderung steht die Internetplattform jetzt als
bundesweites Pilotprojekt einer neuen Art der Wissensvermittlung rund
um den Denkmalschutz zur Umsetzung an. Die Plattform soll im Rahmen
einer Website zugänglich sein, so dass ab Ende 2010 alle Bewohner plus
die Ansprechpartner bei der "Deutsche Wohnen AG" sowie der "Unteren
Denkmalschutzbehörde Neukölln" auf die Infos zugreifen können. Hierfür
wurde auch die Aktualisierung sowie eine räumlich und thematische
Ergänzung der beiden bestehenden älteren Denkmalschutz-Gutachten Brenne
und Lesser beauftragt. Ein besonderer Erfolg der über das
Landesdenkmalamt erfolgten Antragstellung ist, dass im Rahmen der
Informationsplattform auch Musterlösungen für denkmalgerechte
energetische Sanierung aufgezeigt werden sollen. Das Konzept sieht vor,
dass das Angebot stark auf Interessen und Informationsbedarf der
Bewohnerschaft ausgerichtet ist. Hierfür möchten die Initiatoren eine
möglichst breite Zahl an Unterstützern gewinnen.
Eine erste öffentliche Vorstellung des Planungsstandes durch die vier
Projektbeteiligten erfolgt am 22. Februar 2010 um 19 Uhr in der
Aula der Fritz-Karsen-Schule.
Projekt Nr. 2 ist das Ziel, ein
Info- und Museumshaus
in der Siedlung zu etablieren.
Hierfür hat sich aus dem Kreis unserer Mitglieder und externer Partner
ein sehr kompetentes Team aus Bau-, Denkmalschutz- und
Museumsfachleuten zusammengefunden. Auf Basis des von Christoff
Jenschke im September 2008 entwickelten Grundkonzepts wurden
Möglichkeiten und Kriterien einer wissenschaftlich und touristisch
interessanten Umsetzung erörtert und entsprechende Planungsdokumente
angelegt. Leitidee ist es, vor Ort ein möglichst authentisch im Stile
des bauzeitlichen Originals wieder hergestelltes und eingerichtetes
Anschauungsobjekt zu haben, welches dann auch als Muster für
denkmalinteressierte Bewohner dienen könnte. Dieser Betrieb könnte
durch verschiedene Programmangebote ergänzt werden. Eine Realisation
wäre als Kooperation mit der Deutschen Wohnen AG denkbar, die für den
Betrieb eines Museums-/Musterhauses beim Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Mittel zur Ko-Finanzierung beantragt
hat, welche ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms "Nationale
Welterbestätten" bewilligt wurden. Hier suchen wir das Gespräch und
möchten anbieten, uns als Partner für den Betrieb und/oder die bauliche
und inhaltliche Ausgestaltung einzubringen.
Für diese beide arbeitsintensiven Vorhaben wären - unabhängig von einer
öffentlichen Förderung - das Engagement von Partnern, ehrenamtlichen
Helfern oder auch Sponsoren wünschenswert. Interessenten oder
Vermittler wenden bitte direkt an den Vorstand - s.
Impressum
Zweiter Vereinszweck: Soziales Miteinander stärken – unser Fest im
Hüsung
Wir wollen versuchen, möglichst viele Bewohner der Siedlung zu
erreichen und etwas zu tun, damit sich alte und neue Nachbarn
untereinander besser kennen lernen, gemeinsam etwas unternehmen
und/oder bewegen können. Hierzu treffen wir uns jeden zweiten Montag
des Monats um 20 Uhr im Restaurant "Zum Hufeisen" (s.a.
Kontakt) und vermitteln bei Bedarf entsprechende
Kontakte innerhalb unserer Mitglieder. Darüber hinaus bieten wir in
loser Folge
kulturelle Veranstaltungen an.
Grossen Anklang bei allen Bewohnern finden speziell unsere
Siedlungsfeste
im Hüsung.
Die enorme Resonanz hat uns selbst überrascht. Auch im zweiten Jahr war
unser Fest ein voller Erfolg - bei guter Laune, viel Musik, leckerem
Essen und zahlreichen Programmpunkten feierten mehrere Hundert
Besucher, Nachbarinnen und Nachbarn angeregt bis in den, leider etwas
verregneten Abend. Hier finden Sie/findet ihr einige Fotos von Aufbau,
Fest und Besuchern:
Fotos
vom Fest 2009 sowie
Fotos vom Fest 2008. Für die Verwendung in einem
journalistischen Zusammenhang bitten wir um Rücksprache.
Wir danken den Sponsoren der Tombolagewinne, allen Auftretenden für ein
abwechselungsreiches
Programm,
den zahlreichen Kuchenspendern, den beteiligten Restaurants und Läden,
dem Festkomitee sowie allen, die an den einzelnen Ständen und/oder beim
Auf- und Abbau geholfen haben. Vielen, vielen Dank. Nur gemeinsam ist
so eine Veranstaltung zu stemmen!
Übersicht der Vorträge und Veranstaltungen
Der Verein veranstaltet in loser Folge ein Vortrags- und Kulturprogramm:
Am 5.5.2008 eröffnete Rechtsanwalt und Vorstandsvorsitzender Dr.
Christoff Jenschke mit Vortrag Nr. 1 zum Thema "Wohnen im
UNESCO-Weltkulturerbe". Er beleuchtete die Geschichte und Definition
der UNESCO-Welterbekonventionen und erläuterte ihre Auswirkungen für
die Bewohnerschaft.
Am 11.9.2008 berichtete uns im Rahmen des Vortrags Nr. 2 die Enkelin
Bruno Tauts, Susanne Kiefer-Taut, aus dem Leben Ihres berühmten
Großvaters. Der Ort des Vortrags mit zum Teil unveröffentlichten
Bildern war gut gewählt: die große Aula der Fritz-Karsen-Schule,
Onkel-Bräsig-Straße 76/78, kennt Frau Kiefer-Taut noch aus eigenen
Neuköllner Schultagen.
Am 31.3.2009, 19 Uhr veranstalteten wir eine literarisch-musikalische
Revue zum 75.Todesjahr des Dichters und ehemaligen Siedlungsbewohners
Erich Mühsam. Das von Publikum und Presse sehr positiv aufgenommene
Programm beeinhaltete Beiträge des Schauspielers Bernd Ludwig, des
Pianisten Hannes Zerbe sowie eine biographische Einleitung des
Kabarettisten Dr. Seltsam. Die Veranstaltung wurde außerdem unterstützt
vom Theaterkurs der Albert-Einstein-Oberschule und dem Chor der
Fritz-Karsen-Schule.
Am 11.5.2009 erläuterte in Vortrag Nr. 3 Architekt und Vereinsmitglied
Franz Jaschke wie Bauten der 1920er und 1930er Jahre denkmalgerecht
energetisch saniert werden können. Der Vortrag zeigte Trends und
Praxisbeispiele, welche das Büro BRENNE Architekten (das vor rund 25
Jahren das denkmalpflegerische Gutachten für die Bauten der
Hufeisensiedlung verfasst hat) bereits an anderen Bauobjekten und
Siedlungen umgesetzt hat.
Am 6.10.2009 findet eine Lesung von und mit dem bekannten Autor Günter
de Bruyn statt. Sein Werk wurde u.a. mit dem Heinrich-Mann-Preis und
dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. In der Aula der
Fritz-Karsen-Schule liest er aus seinem autobiografischen Roman
"Zwischenbilanz" und lässt dabei seine Kindheit in der Hufeisensiedlung
zu Zeiten des erstarkenden Nationalsozialismus Revue passieren.
Unsere Aktivitäten zum "Tag des Offenen Denkmals"
Am Wochenende des 12. und 13.9.2009 fand der "Tag des Offenen Denkmals"
statt. Dieses Jahr hat unser Verein selbst vier Führungen angeboten,
bei denen Katrin, Achim, Christoff und Ben je eine Gruppe führten.
Insgesamt konnten wir rund Hundert Besucher begrüßen. Als besonderes
Angebot haben sich einige Aktive des Vereins bereit erklärt, auch Ihre
Häuser für Besucher zu öffnen. Auch mit einem Infostand sowie T-Shirt-
und Postkartenverkauf waren wir präsent. Wir danken allen, die sich an
der Aktion beteiligt haben ganz herzlich für Ihr Engagement! Allgemeine
Infos zum Tag des Offenen Denkmals finden Sie auf der
Website des Senats für Stadtentwicklung.
Aktion 14.9.2009: Politik-Vertreter zu Gast im Hufeisen
Zu unserem regelmäßigen Vereinstreffen im Versammlungsraum des
Restaurants "Zum Hufeisen" hatten wir am 14.9. auch die Vertreter der
einzelnen Parteien der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln
eingeladen. Hauptinhalt der Gesprächsrunde war die personelle
Ausgestaltung der Unteren Denkmalschutzbehörde (UD). Hier informierten
wir die Politikvertereter über die Situation vor Ort. Fünf
Fraktionsvertreter waren anwesend und äußerten sich gegen Ende der
Veranstaltung zuversichtlich, einen entsprechenden Antrag
fraktionsübergreifend einbringen zu wollen. Argumente und Anforderungen
an die neu zu besetzende Stelle wurden dann durch eine Arbeitsgruppe
des Vereins vorbereitet und den BVV-Vertretern zugestellt. Das Ziel ist
einerseits die fachliche Beratungskompetenz der UD zu stärken und die
UD damit zu einem verlässlichen Partner für alle Eigentümer in der
Hufeisensiedlung zu entwickeln und andererseits durch eine Steigerung
der Personalkapazitäten die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und
verstärkt auch konzeptionelle Arbeit zu ermöglichen.
Aktion 26. und 17.8.2009: Offene Briefe an die Senatsbaudirektion
und die BSR
Die zunehmenden Anforderungen an den Erhalt unserer jungen
Welterbestätte und die personelle Situation in der Untere
Denkmalschutzbehörde waren für uns auch Anlass, Frau Senatorin Ingeborg
Junge-Reyer, in einem
Brief an den Senat
für Stadtentwicklung zu einem Gespräch über die Situation vor Ort
einzuladen. Hierbei wollen wir ein Problembewußtsein für die besondere
Situation im Zuge der fortschreitenden Privatisierung schaffen.
Mitadressaten sind Vertreter der zuständigen Berliner Behörden und des
Bezirks Neukölln.
Auch der Pflegezustand der öffentlichen Frei- und Grünflächen unserer
Siedlung läßt stark zu wünschen übrig. Dies ist nicht zuletzt
angesichts der besonderen Bedeutung als UNESCO-Welterbe nicht
verständlich. In einem offenen
Brief an die BSR
(Berliner Stadtreinigung) fordert der Vorstand die Verantwortlichen
daher auf, die mangelnde Pflege von Straßen, Wegen und Grünflächen zu
verbessern.
Aktion Juni 2009: Fasadenbeschriftung nach historischem Vorbild
erneuert
Das Thema Fassadenbeschriftung und Aussenwerbung kommt im Denkmalschutz
traditionell zu kurz. Kaum jemand verfügt über die notwendigen
typografischen Kenntnisse, die Interessen und Zuständigkeiten sind oft
komplex. Auch bei uns in der Siedlung gab es früher eine einheitliche,
vom Büro Bruno Taut im Stile der Zwanziger Jahre entworfene
Beschriftung. Sie war ein wichtiger optischer Baustein insbesondere an
den Kopfbauten des Hufeisens mit seinen beiden Terrassenbauten und den
angrenzenden Ladenlokalen. Auf Initiative und in Kooperation mit dem
Wirt des "Hufeisen Restaurants" wurde nun ein Zeichen gesetzt, wie eine
denkmalgerechte Beschilderung in der (leider auch baulich veränderten
Zeile) aussehen kann: Anhand der historischen Pläne hat unser Gestalter
den Taut´schen-Schriftentwurf originalgetreu digital nachkonstruiert
und um fehlende Buchstaben ergänzt. Die neue Beschriftung wurde mit den
Betreibern des Restaurants sowie in Abstimmung mit Unterer
Denkmalschutzbehörde und der Deutsche Wohnen AG als hinterleuchtete
Einzelbuchstaben realisiert. Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule
macht - sowohl bei den Beschriftungen vor Ort als auch z.B. innerhalb
des für alle sechs Siedlungen projektierten Tourismus-Leitsystems. Ein
positiver Nachahmungseffekt stellte sich bereits ein: Mit der
Beschriftung ihres seit September 2009 im gegenüberliegenden Kopfbau
eingerichteten Service-Points hat sich die Deutsche Wohnen AG auf Basis
unserer Vorarbeit zumindest in diesem Punkt am historischen Vorbild
orientiert.
Aktion Juni 2009: Originalgetreue Instandsetzung der Rundbank auf
dem Hüsung
Eine besondere Attraktion im Rahmen unseres Siedlungsfestes 2009 war
die Enthüllung der erneuten Rundbank inmitten des Hüsung, einer
idyllischen, nach Art eines Dorfplatzes angelegten städtebaulichen
Figur hinter dem zentralen Hufeisen. Auf Initiative unseres Vereins und
dank Vermittlung eines Anwohners wurde die marode Rundbank von den
Werkstätten des benachbarten Annedore-Leber-Berufsbildungswerks zum
Selbstkostenpreis originalgetreu und fachgerecht wiederhergestellt. Bei
der Farbgebung orientierte man sich an den Haustüren der Anrainer.
Anstrich und Holz sind besonders witterungsbeständig. Auch der Bezirk
Neukölln erklärte sich bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Der
Einweihung wohnten mehrere Hundert Festbesucher sowie Vertreter aller
involvierten Organisationen bei. Wir danken allen Beteiligten und laden
Sie ein, auf der Bank ein wenig zu verweilen.
Hinweis Juli 2008: Schreiben des Bezirksamts zur
Nummerierungsverordnung
In einem Schreiben von Anfang Juli 2008 hat das Bezirksamt einzelne
Bewohner aufgefordert, Mängel bei der Beachtung der
Nummerierungsverordnung zu beseitigen. Mit anderen Worten: Die
angeschriebenen Bewohner sollten für entsprechende Beleuchtung der
Hausnummern sorgen. Leider fehlte es hier an der notwendigen vorherigen
Abstimmung unter den verschiedenen Behörden. Die ist jedoch nötig, da
es ansonsten zu Konflikten zwischen Nummerierungsverordnung und
Denkmalschutz kommt. Wir haben uns deshalb dafür stark gemacht, dass
zunächst eine denkmalgerechte Lösung gefunden wird und es nicht zu
Rück- oder Umbauten zu Lasten der Bewohner kommen muss. Dem stimmte das
Bezirksamt zu und will nun in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt
an einer Lösung arbeiten. Falls möglich, werden wir versuchen, einen
gemeinsamen Einkauf zu organisieren, um so Preisvorteile erzielen zu
können.
Aktion 6.7.2008: Großes Echo für U-Bahnhof-Umbenennungsaktion
Am Sonntag, den 6. Juli setzte der Verein mit der symbolischen
Umbenennung des U-Bahnhofs "Parchimer Allee" in "Hufeisensiedlung" ein
deutliches Zeichen: Hierzu hatten wir vorab in einem
Offenen Brief
BVG und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aufgerufen, sich an
der Aktion zu beteiligen und unsere Siedlung nicht nur im kulturellen
Gedächtnis, sondern auch auf Stadt- und Nahverkehrsplänen wirksam zu
verankern. Der Aufruf an die Offiziellen blieb zunächst jedoch ohne
direkte Erwiderung. Davon ungerührt nahmen wir die provisorische
Umbenennung anhand einer dem BVG-Design im Format 1:1 original
nachempfundenen Beschilderung vor. Die medienwirksame Aktion fand dann
auch ein breites Echo in der Presse: Am Montag, noch vor der
UNESCO-Entscheidung, erschien ein
Artikel in der Berliner Morgenpost und am Mittwoch
legte die Berliner Woche nach und brachte eine
Meldung
mit Aufmacher-Foto unserer Aktion auf Seite 1. Auch das Inforadio
des rbb, der Berliner Rundfunk 91.4, Berliner Zeitung, Welt und
Tagesspiegel griffen die Gelegenheit auf, über die Aktion, die
Grünanlagen und das Wohnen in der Siedlung zu berichten (s.a.
Pressespiegel).
Am 15. Juli brachte dann die BVG auf Anweisung von Senatorin
Junge-Reyer am U-Bahnhof Blaschkoallee Schilder mit dem Hinweis auf die
Hufeisensiedlung als touristische Sehenswürdigkeit an. Am 16. Juli
folgte der U-Bahnhof Parchimer Allee, wo jetzt ebenfalls kleine
Hinweisschilder zu finden sind. Hier finden Sie ein
ZIP-Archiv mit ausgewählten
Pressefotos.
News des Tages vom 7.7.2008: Die Hufeisensiedlung ist
UNESCO-Welterbe !!!
Die Unesco hat entschieden, die sechs Siedlungen der "Berliner Moderne"
inklusive der Hufeisensiedlung in die Welterbeliste aufzunehmen. Der
Verein "Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V."
begrüßt die
Eintragung als UNESCO-Welterbe. Um die
Hufeisensiedlung ihrer besonderen Bedeutung entsprechend und trotz der
komplizierten Eigentumsverhältnisse als Welterbe verantwortlich zu
bewahren, müssen sowohl die von der Unesco geforderten Maßnahmen
analysiert und umgesetzt, als auch neue Projekte zügig, kooperativ und
fachgerecht realisiert werden. Hier will der Verein mit seinem
Engagement, Zielen und breit gefächerten Kompetenzen einen aktiven
Beitrag leisten. Gemäß der Ziffern 123 und 211 der Richtlinien zur
Welterbekonvention stehen wir als Vertreter der lokalen Bevölkerung
sowie als Ansprechpartner, kundige Vermittler und - wo möglich - als
Experten zur Verfügung.
PRESSE-LINKS zum Thema:
Hufeisensiedlung +
UNESCO-Welterbe (Pressespiegel vom 7. und 8.7.2008)
Mitglied werden: Kontaktdaten, Treffen und Vereins-Infos
Der Verein basiert auf dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder
und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der
projektbezogenen Förderung durch Sponsoren und öffentliche
Einrichtungen. Die Mitgliedschaft steht allen Bewohnern - Mietern wie
Käufern - sowie Unternehmen und interessierten Bürgern gleichermaßen
offen. Der Verein wurde am 27.11.2007 gegründet und ist seit dem
22.5.2008 im Vereinsregister (Amtsgericht Charlottenburg
VR 27690 B) eingetragen und als gemeinnützig anerkannt.
Mitgliedsanträge oder Spenden nehmen wir gerne entgegen: Konto-Nr.
2099157006 bei der Berliner Volksbank, BLZ 10090000. Mitgliedsbeiträge
und Spenden sind steuerlich absetzbar. Gern erteilen wir Ihnen eine
Spendenquittung.
Nähere Informationen zu unserem Verein sowie Mitgliedsanträge
entnehmen Sie bitte den anliegenden PDF-Dateien:
Vereinsprofil.pdf
(Vereinsinfos formatiert als Text)
Flyer.pdf (Vereinsinfos
formatiert als 3-seitiges Faltblatt)
Vereinssatzung.pdf
Mitgliedsantrag.pdf
Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an den Vortsand des
"Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V."
Onkel-Bräsig Straße 27
12359
Berlin-Britz
Tel: (030) 53646010, Fax: (030) 30398421, vorstand@hufeisensiedlung.info
Für alle diejenigen, die einfach mal persönlich vorbeikommen
möchten:
Wir treffen uns jeden zweiten Montag im Monat ab 20 Uhr im
Versammlungsraum des
Restaurants "Zum Hufeisen", Fritz-Reuter-Allee 48, 12359 Berlin.
Impressum
Angaben nach § 5 TMG: "Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung
Berlin-Britz e.V."
vertreten durch den Vorstand, dieser vertreten durch den
Vorsitzenden Dr. Christoff Jenschke, Onkel-Bräsig-Straße 27, 12359
Berlin-Britz, Tel.: (030) 53646010, Fax: (030) 30398421. vorstand@hufeisensiedlung.info
Vereinsregister AG Charlottenburg, VR 27690 B
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